NaturWissenschaften
Grundidee des NaWi-Unterrichts

Das Fach Naturwissenschaften trägt dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler sich in unserer durch Technik und Naturwissenschaften geprägten Gesellschaft zurechtfinden und aktiv daran teilhaben können.

Die Schülerinnen und Schüler erwerben hier eine Grundlage für die Arbeit im späteren naturwissenschaftlichen Unterricht. Die kindliche Freude am Entdecken und Lernen kann durch den Unterricht mit interessanten Fragestellungen und überraschenden Experimenten weiter gefördert werden. Durch eigenes Erleben und Handeln, beim genauen Beobachten und Beschreiben, beim eigenständigen Fragen, Untersuchen, Experimentieren und Auswerten ihrer Ergebnisse werden für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 und 6 altersgemäß naturwissenschaftliche Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten erfahrbar.
Phänomene der natürlichen und der von Menschen beeinflussten Umwelt sowie der von Menschen geschaffenen Technik begegnen den Schülerinnen und Schülern in allen Bereichen ihres Lebens. In der Regel erleben sie diese Phänomene als ganzheitlich und komplex, so dass eine interdisziplinäre Herangehensweise für ein schülerorientiertes, erfahrungsoffenes und anschlussfähiges Lernen sinnvoll ist. Die systematischen und rationalen Denk- und Arbeitsweisen, die erkenntnistheoretischen Hintergründe sowie konzeptionelle und methodische Gemeinsamkeiten der Wissenschaftsbereiche Biologie, Chemie und Physik sind Grundlage dafür, dass sie zu einem Fach zusammengefasst und integriert unterrichtet werden können.
Das umfangreiche Fachwissen der Naturwissenschaften wird im Unterricht durch sogenannte Basiskonzepte geordnet:

Energie und Materie gehen nicht verloren (Konzept der Erhaltung),

Energie bewirkt Licht, Wärme (Konzept der Energie),

Dinge/Lebewesen beeinflussen sich gegenseitig (Konzept der Wechselwirkung),

ein Ganzes besteht aus zusammenwirkenden Einzelteilen System-Konzept).

Themenfelder im Nawi-Unterricht
Von den Sinnen zum Messen

Die Sinne sind unser natürlicher Zugang zur Welt. Das Messen wird als naturwissenschaftliche Arbeitsweise thematisiert. Durch Messgeräte können wir unsere Umwelt jenseits der sinnlichen Möglichkeiten erfahren.

Stoffe im Alltag

Die Erfahrungen, die Schülerinnen und Schüler im Umgang mit Stoffen aus dem Alltag machen, werden vertieft und führen zu einer Charakterisierung von Stoffen anhand von Stoffeigenschaften.

Außerdem stellen das Kennenlernen verschiedener naturwissenschaftlicher Arbeitsmethoden und der Umgang mit unterschiedlichen Untersuchungsgeräten sowie das Vermeiden von Gefährdungen die Grundlagen für die Aneignung anschlussfähigen Wissens dar.

Die Sonne als Energiequelle

Die Sonne ist ein natürlicher Zeitgeber (z.B. Jahreszeiten) und die primäre Energiequelle der Erde. Sie ist Motor des Wasserkreislaufs und Pflanzen nutzen die Energie, um Stoffe aufzubauen.

Welt des Großen – Welt des Kleinen 

Kleinste Objekte und feine Strukturen sind mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar. Diese Grenzen erfahren Schülerinnen und Schüler zunächst sowohl an biologischen als auch an technischen Objekten. Sie erlernen den sachgerechten Umgang mit Vergrößerungsgeräten wie der Lupe, dem Mikroskop, dem Binokular und dem Fernglas. Mithilfe von Modellen können nicht sichtbare Vorgänge außerdem vergrößert und damit veranschaulicht werden.

Pflanzen – Tiere – Lebensräume 

Eine unmittelbare Begegnung und Beschäftigung mit Lebewesen in ihrem Lebensraum bilden die Grundlage für ein tieferes Naturverständnis und ein Verständnis für komplexe Vorgänge in Systemen.

Die Schülerinnen und Schüler lernen Pflanzen und Tiere und deren Angepasstheit an die spezifischen Bedingungen ihres Lebensraumes kennen. Durch vergleichen erfahren sie, wie Tiere durch Abwandlung von Körperbau und Verhalten an ihren Lebensraum angepasst sind.

Anhand von Kenntnissen der Wildformen und ihren natürlichen Bedürfnissen, lassen sich ihre Ansprüche ableiten, die der Mensch beachten muss, wenn er sich Pflanzen und Tiere zunutze macht.

Bewegung zu Wasser, zu Lande und in der Luft

Ein Vergleich der Lebewesen zeigt die Angepasstheit des Bewegungsapparates an verschiedene Lebensräume. Die Energienutzung aus der Verbrennung von Nährstoffen bzw. Kraftstoffen ermöglicht Bewegung in der Natur und Technik.

Körper und Gesundheit

In diesem Themenfeld werden wichtige Grundlagen zum Verständnis von Bau und Leistungen von Organsystemen des menschlichen Körpers und deren Gesunderhaltung erarbeitet. Auch das Thema Suchtprävention wird angesprochen.

Sexualerziehung

Die beginnende Pubertät ist ein geeigneter Zeitpunkt für die Schülerinnen und Schüler die biologischen, individuellen und gesellschaftlichen Aspekte der menschlichen Sexualität zu thematisieren. Dabei setzen sie sich auch mit unterschiedlichen Wertvorstellungen und verschiedenen Lebensstilen in Bezug Auf Partnerschaft und Familie auseinander.

Technik

Maschinen bestehen aus miteinander verbundenen, zusammenwirkenden mechanischen und elektrischen Bauteilen. Um die Funktionsweise von Maschinen zu verstehen, benötigt man grundlegende Kenntnisse über Kraftübertragung, Verbindungselemente und elektrische Stromkreise.

Der NaWi-Unterricht bietet natürlich auch viele Gelegenheiten für Exkursionen:

Ökowerk am Teufelssee - Natur- und Technikmuseum und viele andere.

An den Berliner und der Potsdamer Universitäten werden auch Exkursionsreihen angeboten, sodass wir den Unterricht für eine Einheit nach dort verlegen. Seit vielen Jahren besteht eine enge Kooperation mit der Technischen Univesität.

Interessante naturwissenschaftliche Wettbewerbe wie z. B. "Nichtraucher gewinnt" können den Unterricht beleben.
Ein Unterrichtsprojekt als "Rat der Kinder" für die Firma TenneT, bei dem die Kinder einen Großkonzern bei der Verlegung der modernen Stromtrassen beraten, hat uns über lange Zeit sehr interessant begleitet.


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