Projekte zu Mauer und Wiedervereinigung
2009- 20 Jahre Mauerfall- Die Vielfalt in der Einheit
Im Jahr 2009 initiierte die Religionslehrerin Claudia Syll anlässlich des 20. jährigen Mauerfalls ein großes Projekt zur Teilung und wiedergewonnen Einheit Deutschlands. Besondere Aufmerksamkeit wurde dabei auch der Berliner Mauer und dem Mauerfall gewidmet.
Das große Projekt beinhaltete unter anderem die Befragung von Zeitzeugen des Mauerfalls. Dafür schrieben Schüler und Schülerinnen während der Sommerferien Briefe an Prominente und Verwandte. Es kamen zahlreiche Antworten zurück, darunter auch besondere Briefe: aus dem Kanzleramt, aus dem Buckingham Palace und aus der Feder von Helge Schneider.
Außerdem wurde an der Gestaltung eines nachgebauten Mauersteins mitgewirkt, welcher Teil einer großen Kunstaktion war. Der Tagesspiegel berichtete beispielsweise in dem Artikel Mauerfalljubiläum – „Der Domino-Effekt“ von dem aufregenden Ereignis.
Zwei der Mauersteine des Kunstprojekts zogen anschließend in der Grunewald-Grundschule ein und laden bis heute zum Erinnern an die Mauer, den Mauerfall und die „Vielfalt in der Einheit“ ein.


2010-2011- Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen
Nach dem Erfolg der Zeitzeugenbefragung zum Mauerfall, regte Frau Syll auch zu einer Befragung zum Mauerbau und zu einer Auseinandersetzung mit der ernsten Thematik der Mauertoten an.
Es entstanden eine Vielzahl von eindrucksvollen Zeichnungen. Die Ergebnisse- erhaltene Briefe mit Bildern und die Zeichnungen sind in dem PDF anzusehen. Selbstverständlich wurde auch im Rahmen dieses Projekts Hoffnung gesät und mit Zuversicht auf die wiedervereinte Gemeinschaft geblickt.
Der Tagesspiegel berichtet in dem Artikel Mauerbau: „Wie war das, am 13. August 1961?“ von dem Schulprojekt.
2014- 25 Jahre Mauerfall- Zeitzeugenbefragung und Ausstellung
Im Jahr 2014 wurden Schülerinnen und Schüler erneut zum Befragen von Zeitzeugen zum Mauerfall angeregt. Diesmal wendeten sich die Kinder an die Lehrer der Grunewald-Grundschule und ließen sich erzählen, wie diese den 9. November 1989 erlebt haben. Die Ergebnisse des Projekts: Berichte, teilweise auch mit Beweisfotos, wurden in der Ausstellung „Frag doch mal die Lehrer“ im Flur der Schule öffentlich ausgestellt. Die Zeitung Welt berichtete in dem Artikel: „Geschichte erfühlbar und erlebbar machen.
2019- 30 Jahre Mauerfall: Zeitzeugen-Briefe, Entwicklung eines Kurzfilms und eines Spiels
Im Evangelischen Religionsunterricht entstand ein weiteres Mal erneut ein umfangreiches Projekt zum friedlichen Mauerfall 1989. Schüler*innen der 4. Klassen schrieben erneut Briefe an Politiker und Prominente und erhielten zahlreiche Antworten.
Unter Anleitung von Frau Syll entstand außerdem das Spiel: „Erzählend zur Einheit“. Die Kinder gestaltete Spielfiguren und Spielkarten mit Bildern und Texten, die zum Erinnern an das geteilte Deutschland und zum Nachdenken über den Wert der Einheit anregen.
Die Grunewald Grundschule wurde durch das Spiel:“Erzählend zur Einheit“ unter dem Motto “ Respekt gewinnt“ vom Berliner Ratschlag für Demokratie zum Preisträger 2020.


Aus Briefen und Spiel entstand eine weitere Ausstellung in der Schule, über die der Berliner Tagesspiegel am 5.11.2019 in dem Artikel „Geschichten gegen Mauern“, berichtete.
Darüber hinaus entstand auch ein Kurzfilm zum Festival „Aus Mut gemacht“ mit dem Titel: „NICHT WEGSCHAUEN“ von Religionsschüler*innen der 6.Klassen unter Mitwirkung von Kamila Kowalevski und Claudia Syll.
2026– Neugestaltung eines Mauersteins & Erinnerung an Mauerfall-Projekte
2025 gab Frau Syll die Mauersteine für eine Neugestaltung frei, sodass sich auch eine nächste Generation von Kindern mit dem wichtigen Thema auf künstlerische Weise auseinandersetzen konnte.
Unter Anleitung der Kunstlehrerin Frau Romano sammelten und gestalteten Schülerinnen der ehemaligen 6b und heutigen 6c Motive, die ihnen zum geteilten Deutschland, zu Ost und Westberlin, zum Mauerfall, Einigkeit und Frieden einfielen. Anschließend brachten sie diese in der sogenannten „Paste-Up-Technik“ an die Wände eines Mauerblocks.
Im Januar 2026 kamen 6. Klässler, unter anderem die Kinder, die an der Neugestaltung beteiligt gewesen sind, in der Aula zusammen. Frau Syll und Frau Romano erzählten von bisherigen Schul-Projekten zu Mauer und Einheit. Auch der Kurzfilm „Nicht wegschauen“ wurde von den Schülern mit Interesse angesehen und besprochen. Die Motive des neugestalteten Mauersteins gaben Anlass für weiteren Austausch. Mit einem Quiz und einem Mauerstein-Kuchen wurde sich darüber hinaus spielerisch mit dem bedeutenden Kapitel deutscher Geschichte auseinandergesetzt.




